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Heinrich Salzmann

[Pressearbeit]

Heinrich Salzmanns Arbeitsweise ist durch akribische Genauigkeit und gestochen scharfe Malweise gekennzeichnet. Diese steht in einem konkurrenzartigen Spannungsverhältnis zwischen Malerei und Fotografie.

Salzmann fungiert als Künstler und Bühnenbildner. Er drapiert, montiert und arrangiert Alltagsobjekte zum Teil auf kleinen dreidimensionalen Kartonmodellen, die wie Miniaturbühnen aussehen. In mühevoller Vorarbeit zusammengesetzt ? ähnlich einem Guckkästchen ? dienen die Objekte als Vorlage für seine Ölbilder.

Neben den gefertigten dreidimensionalen Bühnenobjekten, verwendet der Künstler weißes Transparentpapier als weitere Vorlagemöglichkeit, seine Bilder in Öl umzusetzen. Für die Übertragung vom Transparentpapier auf die Leinwand bedient sich Salzmann klassischerweise dem Rastersystem, welches ihm ermöglicht, Vorzeichnungen in Öl oder Bleistift in verschieden großen, teils monumentalen Maßstäben anzufertigen. Bei diesen werksvorbereitenden Tätigkeiten kommt immer die für Salzmann charakteristische Genauigkeit zum Ausdruck. Die Gegenstände werden, losgelöst von ihrer Umwelt, isoliert dargestellt und erhalten gleichzeitig eine Art ?Erhöhung?. Somit erzeugt Salzmann eine künstlerische Wichtigkeit des trivialen und banalen Konsumgegenstandes, dem die alltägliche Gebrauchsfunktion entzogen wurde.

Einer spontanen Werkfindung folgt paradoxerweise eine zeitintensive und unzeitgemäße Maltechnik, die sich bis über einen Zeitraum von zwei Monaten erstrecken kann. Der langwierige Werkprozess steht im Gegensatz zur Schnelllebigkeit der Konsumwelt. Beispielsweise im Werk "PEZ? (2005) lassen sich die kultartigen Süßigkeitenspender mit wolkenkratzerartigen Gebilden, deren individuelle Köpfe wie Kapitelle mit schriller Farbpalette herausragen, assoziieren.

Einflüsse aus den Stilrichtungen der Neuen Sachlichkeit, des Photorealismus oder der Pop Art, fließen in das Schaffen Salzmanns ein und entwickelten sich in den letzten Jahren zu einer eigenständigen Sprache visueller Gestaltungsmöglichkeiten. Dabei geht er vom realen Objekt aus, bedient sich eines breiten Spektrums der Produktwelt und platziert ausgewählte Dinge in spannendem Hell-Dunkel-Kontrast, allerdings ohne dabei das Abgebildete zu verfremden. Der Betrachtungsschwerpunkt liegt bei Salzmann rein auf den Objekten. Er spart Natur und Mensch aus. ?Es geht mir um die Sache?, sagt er.

?Nicht die ständige Anpassung an technische mögliche Bilderzeugung, sondern deren Infragestellung und Entschleunigung?, sind sein Tenor. Salzmann weiter: ?Ich lege gerne manchmal die Farbenwelt ad acta wenn ich über längere Zeiträume grelle Farben vor Augen habe. Dann sind mir das Weiß oder das Grau herzlich willkommen.?

Monika Böhme-Sauter

Zusätzliche Informationen zur Biografie sowie Bildmaterial für Pressezwecke (300 dpi, © Heinrich Salzmann) auf Anfrage über die Galerie.

Biografie
Heinrich Salzmann wurde 1959 in Dornbirn geboren. Von =978 - 1983 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste, Wien und an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Der Künstler lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Vorarlberg.


Ausstellungen - Auswahl
2007 Die Magie der Sachlichkeit, Galerie ART HOUSE, Dornbirn
2005 Städtische Galerie Ravensburg sachgemäß, Galerienverein Leonberg
2003 sachgemäß, Kunst Raum Dornbirn art bodensee, Galerie Art House
2002 Bildungshaus Batschuns art bodensee, Galerie Art House
2001 Galerie Art House, Bregenz
1999/2000 Galerie Rieder, München
1999 Art Innsbruck forum art, Konstanz
1998 Palais Liechtenstein, Feldkirch Nahrbar, St. Gallen/CH
1996 Galerie Bolter, Feldkirch
1995 kunst '95, Zürich
1993 Seezentrum Hard
1992 Galerie Schiestl, Feldkirch
1991 Galerie Art House, Dornbirn
1990 Galerie Art House, Bregenz
1988 Galerie Art House, Dornbirn Kornhaus-Museum, Weiler i. Allgäu/D
1986 Galerie Hämmerle, Götzis
1984 Palais Liechtenstein, Feldkirch
1983 Galerie Hämmerle, Götzis